St. Pauli vs. SSV Jahn

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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Iarwain » Di 21. Nov 2017, 14:12

daredevil hat geschrieben:Wieso soll ein konservativer ein Rassist sein? Ein Rassist ist ein Extremist.


ich hab geschrieben: "wenn sie..."
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Ronni » Di 21. Nov 2017, 14:12

Mich catched dieser Alao gewaltig. Wie gut das dieser Blödmann St. Pauli Anhänger ist und nicht Jahn Fan. Das Interview an Blödheit nicht zu überbieten. Da zieht es Dir die Socken aus. :evil: Falls das wie Daredevil sagt, überzeichnet oder ironisch sein soll, geht mir das trotzdem tierisch auf den Keks.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon DaBeda » Di 21. Nov 2017, 14:25

Ronni hat geschrieben:Mich catched dieser Aloa gewaltig. Wie gut das dieser Blödmann St. Pauli Anhänger ist und nicht Jahn Fan. Das Interview an Blödheit nicht zu überbieten. Da zieht es Dir die Socken aus. :evil:


Da stimme ich dir in vollem Umfang zu, was ihn anbetrifft!

Ihm sollte dringend angeraten werden definitiv weniger von dem zu nehmen, was er ganz offensichtlich seinem Körper zuführt. :wink: :shock:
Tut auf Dauer dir ganz offensichtlich "nich guud meen Jong" :oops:
Erschreckende Auswirkungen bei ihm deutlich erkennbar, nicht nur was Gestik, Mimik und Ausdruck/Sprache generell anbetrifft! :shock:
Und ich bin wirklich sehr offen für alles und alles andere als konservativ in meiner grundsätzlichen Einstellung den Dingen des Lebens gegenüber.
A echt da Wahnsinn, was der da so vor sich unbeholfen wirkend "dahinstammelt" :twisted: :evil: :!:
Grauslig - so oder so - auch wenn es ironisch oder überzeichnet o.ä. sein soll.
Zuletzt geändert von DaBeda am Di 21. Nov 2017, 14:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon KLP » Di 21. Nov 2017, 14:27

Ronni hat geschrieben:Mich catched dieser Alao gewaltig. Wie gut das dieser Blödmann St. Pauli Anhänger ist und nicht Jahn Fan. Das Interview an Blödheit nicht zu überbieten. Da zieht es Dir die Socken aus. :evil: Falls das wie Daredevil sagt, überzeichnet oder ironisch sein soll, geht mir das trotzdem tierisch auf den Keks.


Haha, ja ich versteh die Intention hinter dem Video. Aber ich war auch kurz davor mir meinen Brieföffner ins Auge zu rammen, bis ich merkte ich kann ja auch einfach das X drücken :mrgreen:
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon DaBeda » Di 21. Nov 2017, 14:32

Ja schon, die Intention verstehe ich hier, wie wohl so manch anderer auch, schon ganz gut.
Trotzdem oder gerade vielleicht auch deswegen - macht es das "leider" keinen Deut besser.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon daredevil » Di 21. Nov 2017, 14:48

Ronni hat geschrieben:Mich catched dieser Alao gewaltig. Wie gut das dieser Blödmann St. Pauli Anhänger ist und nicht Jahn Fan. Das Interview an Blödheit nicht zu überbieten. Da zieht es Dir die Socken aus. :evil: Falls das wie Daredevil sagt, überzeichnet oder ironisch sein soll, geht mir das trotzdem tierisch auf den Keks.


Du hast da was falsch verstanden. Das war Satire. So deppert sind ned amal die die auf den Zug aufgesprungen sind.
Im Interview spricht der Alao Darsteller auch über die Kreation des Charakters. Er ist eine Kunstfigur wie bspw. Borat.
Aber es zeigt natürlich dass die Entwicklung an den wirklichen Fans nicht spurlos vorüber geht und die das sehr wohl auch bisweilen sehr kritisch sehen.

Jeder der wirklich mal einen Vergleich haben will zwischen dem damaligen wirklichen Kult FCSP und der "Maschine" heute der sollte sich mal das Milerntorstadion so um 2004 oder 2006 ansehen und es mit heute vergleichen. Logen Werbewahnsinn....Wahnsinn!
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Maxvonthane » Mi 22. Nov 2017, 01:00

Oh Mann...sry, aber wie kann man das für echt halten?
Das ist doch klar das das Satire ist!

Ich weiß nicht, die Wahrheit liegt sicher wie immer irgendwo dazwischen.
Ich hab Leute aus Regensburg gesehen die im falschen Block standen und sonst beim Jahn stehen, ich hab aber auch Leute gesehen die da schon eine andere Attitüde haben. Becherspenden gehen an Via con agua, Transparente gegen Mietpreise und wirklich sehr nett und umgängliche Leute um das Stadion drum herum.
Da kann man sich definitiv ne Scheibe abschneiden.

Den ganzen anderen Hype eher nicht - aber was willst du da machen als Verein? Die Leute kommen hald deswegen ins Stadion. Mir kann doch kein Mensch erzählen das du ohne den Hype da 30k Leute in die Hütte bekommst.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Ronni » Mi 22. Nov 2017, 10:02

Oh Mann, echt, hab doch geschrieben, das wenn es Satire (ironisch)ist, nervt mich dieser Schmarrn. Satire ist, wenn man gerne lacht. Bei dieser Form der "Satire" gefriert das Lachen zum Starrkrampf. Alles klar? :|
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Sheriff » Mi 22. Nov 2017, 10:41

Penkte macht das wirklich großartig in dem TVA-Interview, wie er, angesprochen auf die krasse Fehlentscheidung, die zum Pauli-Ausgleich führte, darauf verweist, dass die Schiris, wie die Spieler ja auch, eben menschliche Fehler machen. Das musst genau die Linie sein bei Benachteiligungen: diese deutlich ansprechen (kann gut sein, dass sich am Ende der Saison alles ausgleicht, mehr oder weniger, aber kann auch sein, dass in der Tendenz etablierte Clubs schon eher bevorzugt werden), aber dann auch gleich wieder abhaken. Ich reg mich ja immer fürchtlich auf, wenn wir verpfiffen werden, so wie in Hamburg, hab mich deswegen auch nicht gleich geäußert, sonst hätte ich mich selbst zensieren, viele sich auf den Schiri beziehende Bezeichnungen gleich durch XXX ersetzten müssen. Aber das bringt natürlich nix, im Gegenteil: aus der Opferrolle heraus gewinnt man das nächste Spiel nicht. Abhaken ist das A und O. Penkte macht das super. Da zeigt sich, wie es sich ja einige Male zuvor, man denke nur an das Reli-Spiel in München, gezeigt hat, was für eine tolle Persönlichkeit er ist, und das ist, unabhängig von seiner wieder sehr guten Torwartleistung, extrem wichtig für die Mannschaft. Ein Torwart hat ja auch eine besondere Position, er steht quasi ebenso im Zentrum des Tors wie am Rande des Spiels, ist, rein räumlich nah am Zuschauer, in vielen Situationen nur Zuschauer, muss gleichzeitig aber immer aufmerksam sein, er hat also eine besondere Erkenntnisposition, ich denke, ein guter Torwart muss vielleicht nicht unbedingt ein Intellektueller, aber auf jeden Fall ein lebenskluger Mensch sein, Pentke ist das ganz eindeutig. Hut ab!

Zum Thema "Kultclub" wurde hier schon alles gesagt, es ist halt ambivalent, sobald ein Club - nie ohne Grund - zum Kultclub wird, zieht er halt all diejenigen an, die sich darüber selbst beweihräuchern und in ihrer Befindlichkeit selbst bestätigen wollen, was natürlich auch bedeutet, sich abgrenzen, auf diejenigen herabblicken, die nicht die Codes beherrschen, welche die Signatur des Kults ausmachen, in Berlin trifft das wie in Hamburg auf St Pauli auf Eisern Union zu, in der ostalgischen Variante. Ich selbst hab sowohl zu St Pauli als auch zu Eisern Union dementsprechend gemischte Gefühle. Und einen echten Kultclub gibt es für mich sowieso nur einen...
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon onki » Mi 22. Nov 2017, 14:11

daredevil hat geschrieben:
Violence hat geschrieben:
Vilshofen hat geschrieben:...
Mit abfällig hat des auch nichts zu tun. Man muss ja nicht alles gut finden was 80% (natürlich übertrieben) von Deutschland toll finden.
Ich bleib dabei, St Pauli ist ein selbstverliebter Verein der seinen „Kult“ vergoldet und des stört mich.
Warum hat eigentlich der Jahn keinen Kultstatus? Wir hatten lange Zeit die kultigsten Umkleidekabinen + kaltes Duschwasser! Und unser Stadion war wohl in Süddeutschland auch einzigartig. Nicht zu vergessen unsere Stromgeschichte :-)
Aber der klassische Regensburger findet zum Teil halt alles Kultiger als unseren Jahn :|

Ich persönlich seh beim Jahn vieles was den Verein sympathischer macht als jeden anderen Verein.
Und zum Thema Pauli und deren Fans... beim letzten Zusammentreffen vor Jahren haben sie uns garnicht „freundschaftlich“ begrüßt und behandelt. Da gab es einige unschöne Szenen am Trennzaun Gästeblock und Heimsektor. Und diese Pöbeleien gingen ganz klar von den Hamburgern aus. Auf sowas schau ich und dementsprechend find ich jemanden sympathisch oder nicht (Daumen hoch)


Das ist ein Lieblingsthema von mir. Und da bin ich voll bei dir Vio.
Ich kann diesen ganzen "Held der Arbeit" Mist auch nicht mehr hören.
Wäre mal interessant zu wissen welches das bessere Merchandising Produkt ist:
FC St. Pauli oder Bayern München.
Meiner Meinung nach ist St. Pauli mittlerweile extremer Mainstream. Ja es ist nett die Hymne des Gastes zu spielen etc. Aber auch das dient einem Marketingkonzept! Die Zeit der Subkultur des Rebellentums und auch der Insolvenzgefahr ist lange vorbei. Der Verein ist schuldenfrei! Und er ist soweit ich weiß alleiniger Eigentümer des Stadions. Über die Grundstückseigentumsverhältnisse weiß ich nichts. Möglich dass es sich hier um einen Erbpachtvertrag handelt. Aber zeigt mir doch mal welcher Verein in Deutschland eine vergleichbare Aktiva vorzuweisen hat. Dieses permanente kokettieren mit der Che Guevara Attitüde nervt mich immens. Rettig steht ja auch nicht gerade im Verdacht ein antriebiger Sozialrebell zu sein. Nein die pflegen eine Marke. Ökostrom kann man vom FCSP kaufen. Natürlich zu 100% regenerativ! Und dann geht noch 1 Cent/kWh in soziale Projekte. Die Werbeagenturen die für den FCSP arbeiten sind alle 1. Adressen. Für die Vermarktung ist soweit ich weiß die Firma U!SPORTS zuständig. Viele große Unternehmen haben Anteile an diesem Unternehmen. Z. B. Bertelsmann oder Group Lagardère. Bei Bertelsmann zieht wiederum Bernd Schiphorst die Fäden. Auch bekannt für seine soziale Ader. Achtung Ironie. Ich will damit nur sagen dass wenn man hinter den Vorhang blickt ist das alles plötzlich nicht mehr so cool und Che Guevara mäßig.
Mir ist einfach dieses pseudige politische Programm zuviel das wie eine Monstranz voran getragen wird. Insgesamt wär es mir sowieso lieber man würde die Politik aus dem Fussball draußen halten. Oder wie soll das ein konservativer Wähler interpretieren? Darf oder soll der dann kein FCSP Fan sein oder wie?


Naja, viele wissen wohl auch nur oberflächlich was den Kiez-Club mit dem Wort Kult verbindet - und dementsprechend fällt die Argumentationslinie aus.
St. Pauli ist schon ein bischen mehr als Totenkopf & Che Guevara Accessoires und ein "pseudo" politisches Image...

Die Positionierung von SP im Fußball-Business unterscheidet sich nicht grundlegend von anderen Liga-Konkurenten. Muss sie auch nicht. Davon nährt sich ja der angesprochene Kult auch nicht.

Die Club-Dynamik im Kiez-Umfeld bzw. das Engagement von Verein und Mitgliedern sucht in Europa sicherlich seinesgleichen! Hier um die Ecke gebogen zu kommen und zu behaupten, "des ham mia alles a" entspricht einfach nicht der Wahrheit. Vor allem deswegen nicht, weil der "Kult" bei SP wohl sehr stark gesellschaftlich ideologisch verankert ist und hier (damals wie heute) eben nicht nur mit Worten sondern gewaltig mit Taten rangeklotzt wurde und wird.



Nur mal einige Beispiele:

"Arbeitskreis Refugee welcome"
Eine Cooperation von Fans, Mitgliedern, Verein und Sponsoren zur Flüchtlingshilfe inkl. Spendenkonto, Sachspenden-Pool und Rechtshilfe-Beistand in Vereinsräumen...

"Kiezhelden"
Plattform für soziale Projekte.

"Viva con Agua de Sankt Pauli e.V."
ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit einen Zugang zu sauberem TRINKWASSER haben.

„KiezKick – Fußball der Kulturen“
Fußball-Projekt für Kinder und Jugendliche verschiedenster sozialer und ethnischer Herkunft. Für Kids ärmerer Problemviertel. Ehrenamtliche TrainerInnen, Training auf Kunstrasen, spezielles Mädchen-Training, Hallenfußball, Street-Soccer-Turniere... von Mitgliedschaft befreit!

"Fanräume e.V."
Eigene Räumlichkeiten im Millertor-Stadion die allen Fans auch außerhalb der Spielzeiten offen stehen und als Begegnungs- und Kulturstätte oder zur Choreo-Vorbereitung dienen.

"1910 - Museum für den FC St. Pauli"

Museumsprojekt.

"Music School"
In der Millerntor Südkurve untergebracht.
Eine eigene Musikschule, die vor allem Menschen offen steht, die sonst keinen Zugang zu Musikunterricht haben.

"LAUT GEGEN NAZIS!"
Netzwerk für Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Doffeste, Infostände, Demonstrationen.
Größtes Projekt "Wir stehen auf!"
Schulworkshops, Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen organisiert. Dabei geht es nicht nur um Rechtsextremismus im engeren Sinne, sondern auch um Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Flüchtlingspolitik oder Homophobie. Es werden unterschiedliche Facetten menschenverachtenden Gedankenguts und ihre Folgen in den Fokus gerückt.

Wie gesagt, das sind alles nur Beispiele...
die aber alleine schon zeigen, auf welch fortgeschrittener Ebene sich hier Vereinszugehörigkeit und -Identität mit gesellschaftlicher Einmischung und Aktivität mischen.

Wenn man sieht, wie es bei uns bereits ein geplanter Anti-Rassismuss-Aufkleber in der Konsensfindung vergleichsweise schwer hat, dann glaube ich nicht, dass wir überhaupt in der Position sind die SP Peripherie als Pseudo-Polit-Masche abzutun...

Meine Meinung...
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon micklas » Mi 22. Nov 2017, 14:32

Bin ich bei Dir, onki.

Natürlich hat der Club ein ausgezeichnetes Marketing und sicher auch viele Fans, die nur des guten Marketings wegens (bzw der Bezeichnung als Kultclub) ins Stadion kommen oder einfach hip sein wollen - aber mal ehrlich, wo gibt es das nicht. Brauchen ja nur auf uns zu schauen, wie es im Hinspiel gegen die Löwen war, da wollte jeder auf einmal Jahnfan (seit 30 Jahren o.ä) sein.
Im Endeffekt war da das Stadion halt mal voll, der Verein hat davon profitiert, auch wenn viele wirkliche Fans vielleicht keine Karten bekommen haben (was natürlich ärgerlich aber auch irgendwie klar war).

Jeder Verein braucht mittlerweile sein eigenes Motto, sei es "echte Liebe", "mia san mia" oder "mia spuin für eich" - insofern finde ich die Kritik an St Pauli etwas überzogen.

Was man mit dem Wort "Kult" anstellt ist natürlich eine andere Sache aber prinzipiell halte ich doch die meisten Aktionen und sozialen Engagements des Vereins für absolut begrüßenswert.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon Violence » Mi 22. Nov 2017, 14:38

onki hat geschrieben:
daredevil hat geschrieben:
Violence hat geschrieben:
Vilshofen hat geschrieben:...
Mit abfällig hat des auch nichts zu tun. Man muss ja nicht alles gut finden was 80% (natürlich übertrieben) von Deutschland toll finden.
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Naja, viele wissen wohl auch nur oberflächlich was den Kiez-Club mit dem Wort Kult verbindet - und dementsprechend fällt die Argumentationslinie aus.
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Wie gesagt, das sind alles nur Beispiele...
die aber alleine schon zeigen, auf welch fortgeschrittener Ebene sich hier Vereinszugehörigkeit und -Identität mit gesellschaftlicher Einmischung und Aktivität mischen.

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Meine Meinung...

Deine Argumente waren mir schon auch bewusst.
Aber sind es genau die Argumente die ganz Deutschland dann nach St Pauli ziehen lässt (auf Auswärtsfahrer bezogen) oder doch nur die Stadt Hamburg?!? Wieviele der 1200 Auswärtsfahren wussten von diesem Engangement?
Denn des war ja die Grundlage der Diskussion... warum auf einmal so viele zum Auswärtsspiel wollen. Und da ist halt oft der Begriff „Kultverein“ gefallen.
Nicht mehr und nicht weniger. Auch nur meine Meinung :-)
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon micklas » Mi 22. Nov 2017, 14:42

Auch nachvollziehbar, Vio. Ich persönlich halte mich lieber in Regensburg als in Hamburg auf - da regnet es sowieso 200 Tage im Jahr und die scheiß Uhr vom HSV ist immer noch nicht weg. :P
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon onki » Mi 22. Nov 2017, 15:26

Violence hat geschrieben:Deine Argumente waren mir schon auch bewusst.
Aber sind es genau die Argumente die ganz Deutschland dann nach St Pauli ziehen lässt (auf Auswärtsfahrer bezogen) oder doch nur die Stadt Hamburg?!? Wieviele der 1200 Auswärtsfahren wussten von diesem Engangement?
Denn des war ja die Grundlage der Diskussion... warum auf einmal so viele zum Auswärtsspiel wollen. Und da ist halt oft der Begriff „Kultverein“ gefallen.
Nicht mehr und nicht weniger. Auch nur meine Meinung :-)


Dass viele, die unbedingt nach Hamburg mit müssen, diese Argumente NICHT kennen ist mir schon oft aufgefallen. Das Gelaber von wegen Kult als Reisegrund ist nix anderes als ein windiges Argument von Leuten, die es sonst nicht mal nach Ingolstadt mit schaffen.
Was soll man(n) denn sonst anführen?
2 Tage Herrenausflug, mit Saufgelage und HalliGalli-Abstecher in die Herbertstraße?
Auch den Schanzern ist gegen SP plötzlich der unglaubliche Kult bewusst geworden. 1300 Leute in Hamburg.

Ich bin auf die daredevil statements DIREKT zu ST PAULI als Verein eingegangen:
"Selbsverliebtheit", "extremer Mainstream", "Che-Guevara-Attitüde"...
und dort sehe ich meinen Einwurf nicht als Themaverfehlung.
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Re: St. Pauli vs. SSV Jahn

Beitragvon daredevil » Do 23. Nov 2017, 13:57

@ onki
Überprüf doch mal wann die von dir genannten Aktionen gestartet wurden!
Es gibt keine Aktion die du genannt hast die der FCSP vor dem "Patschinski Tor" unterstützt oder ins Leben gerufen hätte.
Die von dir genannten Aktionen sind aus meiner Sicht klar Teil des Marketings um sich als Verein der Linken und der offenen Gesellschaft etc. (gibt noch 100 weitere prägende Begriffe die man nennen könnte) aufzustellen.
Ich frag mich da halt oft ob die demnächst eine Partei anmelden oder ob sie ein Fussballclub bleiben. Es gibt viele Vereine die eine klare politische Positionierung vornehmen. Celtic oder Liverpool. Aber im Vergleich zu St. Pauli ist das ein Treppenwitz. Ich kenne keinen Verein im Profifussball bei dem die politische Einstellung derart Teil der angeblichen Vereinskultur ist. Ob das gut ist muss jeder selbst wissen. Ich hab dazu schon eine Meinung. Z. B. würde mich interessieren ob man noch FCSP Fan sein kann wenn man nicht die "Refugees welcome Fahne" schwingt und gegen den Kohleausstieg ist. Was ist wenn man da eine differenziertere Meinung hat? Kann man dann noch ins Stadion?
Im übrigen hat sich die Fanbase des FCSP natürlich auch stark verändert. Waren doch Ende der 80er und in den 90er Jahren viele sagen wir mal "Punks" oder "Aussteiger" mit dem Motto "Arbeitsschei und Spass dabei" als Fans mit dabei. Das ist jetzt natürlich eine Schätzung aber ich würde sagen dass die Beschäftigungsquote des damaligen "Publikums" bei maximal 50% lag. Das politische Fundament war da nicht sehr tragfähig. Das meistgetragene Banner war das große A! Seit den 2000er Jahren ist der Verein aber Hip und es kamen viele alternative politisch aktivere Akademiker zu dem Club weil es wohl ein Symbol für das Rebellentum darstellte. Gepaart mit dem Austausch des Managements sowie Verkauf und Rückkauf von Vermarktungsrechten vollzog sich eine neoliberale marktwirtschaftliche Entwicklung in der Chefetage.
Insgesamt meine ich dass die Aktionen die du aufzählst möglicherweise deiner politischen Einstellung entsprechen und du es deshalb vielleicht auch als gut empfindest. Meiner Meinung nach sind es aber nichts anderes als PR und Marketingaktionen um die Marke FCSP zu schärfen und eben Menschen dieses pol. Spektrums anzusprechen. Daher die Frage unterliegst du nicht vielleicht einer PR Propaganda. Ich geh noch weiter. Das ist ein Trojaner. Mit Rettig hätte ich gerne mal ein ehrliches Gespräch.

Gut fand ich die Kritik an der Regensburger Immobilien Korruptionsaffäre vor Beginn der 2. HZ. Wohnbau Amigos, Ghost is watching you, St. Pauli Code durchsetzen. So in etwa. Habs fotographiert.
Haben natürlich vollkommen recht mit der Kritik. Allerdings müssen die nicht 730 km Richtung Süden schauen. Ein Blick in die Hafen City reicht schon dann könnten sie mal einen größeren Sack voll Flöhe aufreissen. Da wurden zig Milliarden an Konzerne umverteilt. Und das alles vor der Haustür. Über die Elbphilharmonie red ich gar nicht weil das nur von dem wirklichen Tatgeschehen ablenken würde. Da gab es zwar geschriebenen Widerstand. Aber die Bürgerschaft von Hamburg hat mit der Linken in der Sternschanze eben schon seit Jahren einen Status Quo abverhandelt und eine Art der autonomen Selbstverwaltung oder zumindest "Mitverwaltung" eingeräumt und im Gegenzug dafür ein Stillhalten in dieser Frage erlangt. In den 80er Jahren hätten da jedes WE die Autos gebrannt wenn diese Bauprojekte beschlossen worden wären. Warum ist da nichts passiert? Da wurde 500 m Luftlinie von der Sternschanze ein Stadtviertel aus Beton und Glas hochgezogen in dem nun die größten Anwaltskanzleien Versicherungsgesellschaften und Banken ihr Zuhause haben.
Und das alles ging ohne Antifa Proteste ab? Kaum zu glauben. Da hat sich doch was verändert. Ist jetzt zwar OT und hat mit Fussball nichts zu tun jedoch mit der Entwicklung des FCSP schon.

Apropos: Auf St. Pauli gibt es eine relativ heftige Auseinandersetzung zwischen den "normalen" Anhängern und den Ultras. Diese sind da nicht so gerne gesehen. Es ist ein fremdeln. Unterstelle mal dass die Ultras den "normalen" Fans zu faschistische Züge haben. Dieses ganze Einheitsklamottentum passt denen denke ich nicht. Also der Riss geht schon durch die Anhängerschaft.
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