Jahnfans gegen Rassismus

Der 12 Mann
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sisan
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49282Beitrag sisan
Do 8. Aug 2019, 12:54

Schon sehr amüsant, die Sichtweise des Ehrenrates!

Wenn jemand - ganz in der Tradition unserer lokalen Durchlaucht - sagt, dass der "Schwarze an und für sich gerne schnackselt", dann ist das nicht nur rassistisch, sondern auch noch zusätzlich diskriminierend!
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KLP
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49285Beitrag KLP
Do 8. Aug 2019, 13:44

Hätten seine Eltern mal Licht gehabt :(
Tönnies wurde als Sohn eines Metzgers in Rheda geboren und wuchs mit vier Schwestern und einem Bruder auf
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sisan
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49287Beitrag sisan
Do 8. Aug 2019, 13:54

:lol: :lol: :lol:
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Eigenkapitalist
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49296Beitrag Eigenkapitalist
Fr 9. Aug 2019, 07:51

Zu der Frahnaktion kann ich mir noch keine abschließende Meinung bilden. Wirkt für mich aber tatsächlich bisher eher so, wie onki schon vermutet, wie jemand, der sich einfach nur bei diversen Fangruppieren "einschleimen" will, ohne dass er sich da all zu viele Gedanken macht. Vermutlich brauchten die in Chemnitz einfach nur einen Grund ihn von der Gehaltsliste zu kriegen.

Diese Tönnes Hetzjagd finde ich total überzogen. Klar war das Unsinn was er geredet hat, das rechtfertigt aber nicht der Versuch der totalen gesellschaftlichen Vernichtung einer Person, die da von einigen moralinsauren Personen, die in der Regel auch nur auf Aufmerksamkeit und billigen Applaus aus sind, initiiert wird. Generell geht mir diese hysterische Empörungsindustrie, wie sie mit Social Media zusammen entstanden ist, gehörig auf den Zeiger.

Um aber auf die Sachebene bezüglich der Tönnesaussage zu kommen:
Das Bevölkerungswachstum muss ÜBERALL eingedämmt werden. In Afrika, aber genauso auch in Europa. Darf man nur leider offensichtlich auch nicht öffentlich sagen, wie unlängst eine Regensburger Lehrerin leidvoll erfahren musste.

Iarwain
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49297Beitrag Iarwain
Fr 9. Aug 2019, 11:29

Eigenkapitalist hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 07:51
Zu der Frahnaktion kann ich mir noch keine abschließende Meinung bilden. Wirkt für mich aber tatsächlich bisher eher so, wie onki schon vermutet, wie jemand, der sich einfach nur bei diversen Fangruppieren "einschleimen" will, ohne dass er sich da all zu viele Gedanken macht. Vermutlich brauchten die in Chemnitz einfach nur einen Grund ihn von der Gehaltsliste zu kriegen.

Diese Tönnes Hetzjagd finde ich total überzogen. Klar war das Unsinn was er geredet hat, das rechtfertigt aber nicht der Versuch der totalen gesellschaftlichen Vernichtung einer Person, die da von einigen moralinsauren Personen, die in der Regel auch nur auf Aufmerksamkeit und billigen Applaus aus sind, initiiert wird. Generell geht mir diese hysterische Empörungsindustrie, wie sie mit Social Media zusammen entstanden ist, gehörig auf den Zeiger.

Um aber auf die Sachebene bezüglich der Tönnesaussage zu kommen:
Das Bevölkerungswachstum muss ÜBERALL eingedämmt werden. In Afrika, aber genauso auch in Europa. Darf man nur leider offensichtlich auch nicht öffentlich sagen, wie unlängst eine Regensburger Lehrerin leidvoll erfahren musste.
Ernsthaft? Wo wird Tönnies denn gerade gesellschaftlich vernichtet? Wurden seine Fabriken schon enteignet oder sitzt er immer noch auf Millionen, die er durch Billiglohnarbeit ergaunert hat?

Sind Hans Sarpei und Gerald Asamoah auch einfach nur auf billigen Applaus aus?

Wer meint, so hohe Ämter besetzen zu können, der sollte auch in der Lage sein, darüber nach zu denken, was rassistisch ist und was nicht. Er hat eben nicht den Bevölkerungswachstum generell kritisiert, sondern nur den bei den einfältigen und triebgesteuerten Afrikanern. Das erfüllt das Narrativ der Nazis, die von einer Umvolkung und dem Untergang Europas schwadronieren.

Was Frahn angeht, geb ich dir Recht, da hab ich auch Fragezeichen.
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onki
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49300Beitrag onki
Fr 9. Aug 2019, 13:44

Zum Fall Tönnies:
Ganz prinzipiell ist es höchst fragwürdig, warum ein ranghoher Liga-Club Funktionär überhaupt öffentliche Statements zum Bevölkerungswachstum abgeben muss!?? Ein solches Manöver ist doch bereits im Vorfeld zu 80% zum Scheitern verurteilt. Nun er hat es aber letzlich getan und dabei klassischerweise kein Klischee ausgelassen.

Klar, Eigenkapitalist, darf über das Bevölkerungswachstum dieses Planeten philosophiert werden...
doch in den allermeisten Fällen resultiert das in Pauschalisierungen, Ethnophobie, Abwertungen von oder Handlungsanweisungen für ärmere Kontinente oder "Rassen".

Zur Pseudowissenschaft:
Die extreme Rechte unternimmt seit Jahren (erfolgreich) Anstrengungen über das Hintertürchen Ethnopluralismus ihren niederen Steckenpferden Rassismus, Rassenlehre, "Völkermord", "angestammte Territorien der Völker“ und "Fremdeinfluß" einen pseudowissenschaftlichen Anstrich zu verleihen, um diese somit institutionell wie auch auf intellektueller Ebene zu etablieren...
Vielfach sollen eben gerade Normalos den Narrativen (Geschichtlein) der Rechten auf den Leim gehen und ihre ins unermessliche gesteigerte Angst vor Fremden mit eben solchen Mythen untermauern.
Als eine Mär von vielen darf hier gerne der "wild und viel fickende Neger" genannt werden... der ja aus rein kultur-ethnologischer Vorbelastung gar nicht anders kann, als permanent für Überbevölkerung zu sorgen. Und wo es "zu voll" wird...da will ausgewandert werden! Und wo eingewandert wird herrscht die blanke ANGST.
Und Angst ist aktuell das einzige, was wir in diesem Land wirklich "schaffen"... auch ohne Merkel.
Und so kommt es dass sich Anneliese Stempfhuber daheim in Hinterhuglhapfing auf ihrer 35qm Terrasse (bei 2 Tassen Kaffee und 3 Stück Kuchen) plötzlich Sorgen um die Weltbevölkerung macht. Und da wo hobbymäßig über Weltbevölkerung philosophiert wird, da bleiben auch die (gut gemeinten) Vorschläge und Maßnahmen für schnackselnde Neger nicht aus!?

"...ma wird doch wohl no X und Y sagen dürfen!?"
und ob nun die ganzen "von Herzen gut gemeinten" öffentlichen Aussagen der vielen Tönnies nun als rassistisch oder diskriminierend oder abwertend oder sonst wie bezeichnet werden... völlig irrelevant.
Da stets der gleiche niedere Angst-Instinkt bedient wird, der letztlich die hysterische Ethnophobie privilegierter 1.Welt-Erdlinge weiter befeuert.
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epsilon
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49346Beitrag epsilon
So 11. Aug 2019, 13:33

Eigenkapitalist hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 07:51
...
Das Bevölkerungswachstum muss ÜBERALL eingedämmt werden. In Afrika, aber genauso auch in Europa. Darf man nur leider offensichtlich auch nicht öffentlich sagen, wie unlängst eine Regensburger Lehrerin leidvoll erfahren musste.
Ich greife das Thema jetzt mal (unabhängig von der Tönnies-Debatte) aus rechnerischer Sicht auf:

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Das Thema Bevölkerungswachstum / Überbevölkerung ist nicht ganz neu. Aus historischer Sicht wird immer wieder genannt

Thomas Robert Malthus [1766 - 1834]

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Weltbevölkerungsuhr

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Rechenformeln:

Für's Wachstum einer Population gilt ja bekanntlich (bei konstanter Wachstumsrate) die "Zinseszinsformel":

Pn=P*q^n

P = jetzige Populationsgröße, Pn diejenige nach n Jahren, q = 1 + p/100 mit p/100 = p% = jährliche relative Zunahme.

Die Verdoppelungszeit (Zeitspanne in welcher sich die Population verdoppelt) ist dann:

n2 = log(2)/log(q).

Da der prozentuale Zuwachs im Lauf der Jahre auch schwankt kann man selbstverständlich die für konstanten prozentualen Zuwachs geltende Zinseszinsformel in naheliegender Weise anpassen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Welt:

Mit P = 7,7 Milliarden derzeitige Erdbevölkerung und derzeit ganz grob p = 1 (also 1 Prozent Zuwachs pro Jahr) erhält man als Verdoppelungszeit:

n2 = log(2)/log(q) = log(2)/log(1,01) = ca. 70 Jahre,

also 2089 ca. 15,4 Milliarden Menschen -

- wie gesagt unter der Annahme (was niemand heute genau wissen kann) eines konstanten relativen Wachstums von 1 Prozent pro Jahr.

Menschheitsgeschichtlich kein sehr langer Zeitraum. Vor 70 Jahren spielte unser SSV Jahn erstmals in der Oberliga Süd und die Anzahl der damals lebenden Menschen betrug ca. 2,5 Milliarden.

Wenn man die Rechnung unter der Hypothese durchführt, dass sich der relative Zuwachs alle 10 Jahre um 0,1% vermindert (also ab 2029 0,9%, ab 2039 0,8%, ... relatives Wachstum) kommt immer noch dies nach 70 Jahren heraus:

P70 = 7,7 * 1,01^10 * 1,009^10 * 1,008^10 * 1,007^10 * 1,06^10 * 1,005^10 * 1,004^10 = ca. 12,5 Milliarden

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Afrika:

Mit P = 1,3 Milliarden derzeitige Bevölkerungsgröße in Afrika und derzeit ganz grob p = 2,3 (also 2,3 Prozent) Zuwachs erhält man als Verdoppelungszeit:

n2 = log(2)/log(q) = log(2)/log(1,023) = ca. 30 Jahre, also 2050 ca. 2,6 Milliarden in Afrika.

Kein langer Zeitraum; vor 30 Jahren waren die meisten Jahnground-Mitglieder schon geboren.

Wie gesagt gilt diese Rechnung unter der Hypothese von weiterhin 2,3% Wachstum in den nächsten 30 Jahren.

Wenn man die Rechnung unter der Hypothese durchführt, dass sich der relative Zuwachs alle 10 Jahre um 0,3% vermindert (also ab 2029 2,0%, ab 2039 1,7%, ... relatives Wachstum) kommt immer noch dies nach 30 Jahren heraus:

P30 = 1,3 * 1,023^10 * 1,020^10 * 1,017^10 = 2,3 Milliarden

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Einige Daten:

Bevölkerungsentwicklung
[Bundeszentrale für politische Bildung]

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Fazit:

Also irgendwas muß (von der Menschheit her) oder/und wird (von der Natur aus) passieren. Ich schreibe hier mal einige Stichworte hin, die mir so aus dem Stehgreif einfallen:

chinesische Einkindpolitik
Hungersnöte
vermehrte Konflikte (ehe man selbst verhungert ...)
Katastrophen (noch nicht bekannter Art)
irreversible Schädigung des Planeten mit entsprechenden Folgen (Versteppung, Verwüstung, Entwaldung, Vermüllung, Plastifizierung der Meere, ...)
Reduzierung der Bevölkerung auf die "Tragfähigkeit" (genannt werden zwischen 1 Milliarde und 12 Milliarden) des Planeten
Apokalypse
.....
....
...
..
.

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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49405Beitrag Eigenkapitalist
So 11. Aug 2019, 21:25

Iarwain hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 11:29

Ernsthaft?
Suggestivfrage,aber ja.
Iarwain hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 11:29
Wo wird Tönnies denn gerade gesellschaftlich vernichtet? Wurden seine Fabriken schon enteignet oder sitzt er immer noch auf Millionen, die er durch Billiglohnarbeit ergaunert hat?
Strohmann. Für die Vernichtung des gesellschaftlichen Ansehens, bedarf es keine Vernichtung der eigenen wirtschaftlichen Grundlage.
Iarwain hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 11:29
Sind Hans Sarpei und Gerald Asamoah auch einfach nur auf billigen Applaus aus?
Möglich. Hatte zumindest jahrelang nix von denen gehört.
Iarwain hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 11:29
Wer meint, so hohe Ämter besetzen zu können, der sollte auch in der Lage sein, darüber nach zu denken, was rassistisch ist und was nicht. Er hat eben nicht den Bevölkerungswachstum generell kritisiert, sondern nur den bei den einfältigen und triebgesteuerten Afrikanern. Das erfüllt das Narrativ der Nazis, die von einer Umvolkung und dem Untergang Europas schwadronieren.
Wie gesagt, natürlich hätte er die Klappe halten sollen. Aber, "Umvolkung" und "Untergang Europas" ist eine unangemessene Dramatisierung.


In der Regel halte ich mich aus solchen Diskussionen raus. Wie von dir demonstriert (Suggestivfrage und Strohmannargument) werden solche Diskussionen von allen Seiten rhetorisch sehr unangenehm geführt, weswegen ich jetzt lieber auf epsilons interessanten Post eingehe, auch wenn wir dadurch noch weiter ins OT abdriften
epsilon hat geschrieben:
So 11. Aug 2019, 13:33

[viele interessante Zahlen]

Also irgendwas muß (von der Menschheit her) oder/und wird (von der Natur aus) passieren. Ich schreibe hier mal einige Stichworte hin, die mir so aus dem Stehgreif einfallen:

chinesische Einkindpolitik
Hungersnöte
vermehrte Konflikte (ehe man selbst verhungert ...)
Katastrophen (noch nicht bekannter Art)
irreversible Schädigung des Planeten mit entsprechenden Folgen (Versteppung, Verwüstung, Entwaldung, Vermüllung, Plastifizierung der Meere, ...)
Reduzierung der Bevölkerung auf die "Tragfähigkeit" (genannt werden zwischen 1 Milliarde und 12 Milliarden) des Planeten
Apokalypse
Die Optionen 2-5,7 sind natürlich nicht besonders attraktiv, so dass die Option 6 mit der Maßnahme 1 fast alternativlos ist. Generell gilt eigentlich "je weniger Menschen, desto besser" und das geht nur über eine weltweite Geburtenkontrolle, wie auch immer die umgesetzt wird. In der Regel höre ich bei solchen Diskussionen den Einwand der "Vergreisung", "Wer soll die ganzen Renten bezahlen", blabla.
Ich denke jedoch, dass es einen Arbeitsmarkt wie wir ihn heute kennen, in einigen Jahrzehnten nicht mehr gibt. Stichwort Automatisierung. Auch der Alterungsprozess wird irgendwann wie jede andere Krankheit behandelt werden können. Aber das jetzt im Detail weiter auszuführen wäre in diesem Thread dann wirklich zu viel.

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KLP
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49406Beitrag KLP
So 11. Aug 2019, 21:29

Wo ist die wissenschaftliche Evidenz, dass weniger besser ist? Vielleicht brauchen wir die genetische Vielfalt ja für die nächste Katastrophe ala Pest im Mittelalter. Hätte es da zu wenige Menschen gegeben wär es das vielleicht gewesen mit der Zivilisation.

Lass mal superresidente Keime im großen Maßstab sich verbreiten...
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49407Beitrag Eigenkapitalist
So 11. Aug 2019, 21:37

KLP hat geschrieben:
So 11. Aug 2019, 21:29
Wo ist die wissenschaftliche Evidenz, dass weniger besser ist? Vielleicht brauchen wir die genetische Vielfalt ja für die nächste Katastrophe ala Pest im Mittelalter. Hätte es da zu wenige Menschen gegeben wär es das vielleicht gewesen mit der Zivilisation.

Lass mal superresidente Keime im großen Maßstab sich verbreiten...
Leben ist ein immenser Entropiebeschleuniger und da das Universum (wahrscheinlich) irgendwann den Entropietod sterben wird, muss man den eigenen Tod ja nicht schneller entgegen treten als möglich ;)
So schnell können sich Keime nicht weltweit verbreiten, wir sind ja nicht bei walking Dead. Wichtiger als die Anzahl ist eine möglichst weite Verbreitung um "Klumpenrisiken" zu minimieren.

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Hille
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49408Beitrag Hille
Mo 12. Aug 2019, 06:18

KLP hat geschrieben:
So 11. Aug 2019, 21:29
Wo ist die wissenschaftliche Evidenz, dass weniger besser ist?
Na nirgendwo:)

Was mich bei Diskussionen über Bevölkerungsbeachränkungen immer stört ist, dass man nie die eigenen Kinder gedanklich über die Klinge springen lässt, sondern komischerweise immer die aus Entwicklungsländern.

Und natürlich ist nicht die deutsche Industrie am Co2 Ausstoß schuld ( denn: Wenn's des Wirtschaft gut geht geht's uns allen gut) , sondern der unkontrolliert vögelnde Afrikaner.
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49411Beitrag Eigenkapitalist
Mo 12. Aug 2019, 07:41

Hille hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 06:18
KLP hat geschrieben:
So 11. Aug 2019, 21:29
Wo ist die wissenschaftliche Evidenz, dass weniger besser ist?
Na nirgendwo:)

Was mich bei Diskussionen über Bevölkerungsbeachränkungen immer stört ist, dass man nie die eigenen Kinder gedanklich über die Klinge springen lässt, sondern komischerweise immer die aus Entwicklungsländern.

Und natürlich ist nicht die deutsche Industrie am Co2 Ausstoß schuld ( denn: Wenn's des Wirtschaft gut geht geht's uns allen gut) , sondern der unkontrolliert vögelnde Afrikaner.
Warum "stört" dich etwas, was überhaupt nicht wahr ist? In derartigen Diskussionen werden nämlich sehr wohl auch "die eigenen Kinder über die Klinge springen" gelassen. Ich habe das zum Beispiel nur ein paar Posts höher getan und auch in anderen Diskussionsmedien wird diese Meinung vertreten. Dies und deine ironische Zuspitzung wird auch nur von ein paar wenigen Zeitgenossen vertreten und kommt in ernsthaften Diskussionen so formuliert eigentlich nicht vor.

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onki
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49422Beitrag onki
Mo 12. Aug 2019, 22:53

Was mich bei diesen wilden Rechnereien etwas stört ist die fehlende gesellschaftliche Komponente (was bedeutet Kinderreichtum wo und wann?)...
Afrika hat die 2 ärmsten (Zentralafrikanische Republik und Niger) uns bevölkerungsreichsten (Nigeria) Länder der Welt in der Statistik.
In Nigeria oder Niger z.B. steigt das Ansehen proportional mit der Anzahl der eigenen Kinder... in Niger z.b. eine Geburtenrate/Frau von 7.5 Kindern.

Afrika hat die Geburtenrate in den 2000er Jahren bereits reduzieren können - aktuell 4.6 - viele Programme der Länder sowie der UN (verstärkte Bildung von Mädchen und Frauen, Senkung der Gebährraten bei unter 18jährigen, etc.) haben bereits Wirkung gezeigt. Mit Bildung sinkt die Anzahl der Kinder (siehe Europa).
Trotzdem steigt die Anzahl der Bevölkerung dramatisch weiter, gerade weil es JETZT schon so viel Kinder und Jugendliche gibt...
Was tun mit diesen Menschen? Wegmachen?
Der nächste Ratschlag von Pseudo-Fachleuten?
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epsilon
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49436Beitrag epsilon
Mi 14. Aug 2019, 13:02

onki hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 22:53
Was mich bei diesen wilden Rechnereien ...
Die "wilden Rechnereien" [vom 11.08. 13:33 Uhr] stimmen unter den angegebenen Voraussetzungen und weichen (trotz einfacher Hilfsmittel) größenordnungsmäßig nicht fundamental von den von der Bundeszentrale für politische Bildung hier veröffentlichten Zahlen ab. Siehe auch:United Nations World Population Prospects 2019, Seite 13.
onki hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 22:53
... etwas stört ist die fehlende gesellschaftliche Komponente ...
... "stört" ... ?
Du kannst/konntest als Fachmann die wichtige "gesellschaftliche Komponente" ergänzend darstellen. Davon lebt doch ein Forum - vom Dialog, Einbringen begründeter ergänzender oder auch begründeter konträrer Gesichtspunkte ...

Nebenbei:
Mein kleiner Beitrag war globaler Natur und beschäftigte sich nicht bevorzugt oder gar ausschließlich mit Afrika.
onki hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 22:53
Was tun mit diesen Menschen? Wegmachen?
Hat sich jemand (im Forum) in dieser Richtung ("Wegmachen") direkt, indirekt oder zwischen den Zeilen geäußert oder an wen ist diese Frage warum gerichtet?
onki hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 22:53
Der nächste Ratschlag von Pseudo-Fachleuten?
Ist das Sprechen über dieses Thema tabu oder darf das nicht jeder oder ist es Anlass zum sich ärgern?
(Kommt mir auf Grund der Wortwahl so vor.)

Und warum "darf" der ein Buch wie dieses schreiben?

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich "rechne" dann nochmal:

Selbst wenn die jährliche Wachstumsrate einer Population der Größe P "nur" 0,5 % = 1/2 % bzw. 0,25 % = 1/4 % beträgt (gegenwertig sind wir im weltweiten Mittel bei ca. 1 Prozent) , wäre die Verdoppelungszeit

n2 = log(2)/log(1,005) = 139 Jahre bzw. = log(2)/log(1,0025) = 278 Jahre.

Und 139 Jahre sind in der über 100.000-jährigen Menschheitsgeschichte auch kein "langer" Zeitraum. (Zum Vergleich: Vor 130 Jahren wurde SSV Jahn Regensburg gegründet.)

Auch wenn es "uns" nicht mehr (in hochdramatischem? Ausmaß) betrifft (Jüngere vielleicht doch?), kann man erahnen, dass etwas "aktiv von den Menschen geschehen muß" oder / und "von der Natur passieren wird" - ohne vorherige Rücksprache mit "uns".

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Eigenkapitalist hat geschrieben:
So 11. Aug 2019, 21:25
... werden solche Diskussionen ... sehr unangenehm geführt ...
Das sehe ich auch so.
Eigenkapitalist hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 07:51
...
Das Bevölkerungswachstum muss ÜBERALL eingedämmt werden. In Afrika, aber genauso auch in Europa.
...
Das leuchtet mir ein, wobei auch das nicht abwegig ist:

Es muß / wird über kurz oder länger n.a. auf kein Wachstum und sogar einen (temporären) Bevölkerungsrückgang hinauslaufen. (Der Planet wird ja bereits heute bei der jetzigen Bevölkerungszahl massiv geschädigt.)

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onki
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Re: Jahnfans gegen Rassismus

Beitrag: # 49441Beitrag onki
Mi 14. Aug 2019, 22:25

Ja, Epsilon. Das klingt ja fast so als wärst Du von mir angegriffen worden. Daran kann ich mich aber nicht erinnern. Meine Floskel "wilde Rechnerei" wirst Du hoffentlich überleben.
Mit allem anderen befindest Dich aber auf dem Irrweg und/oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt.

Warum mich die Verschiebung der der Tönnies-Debatte auf "Rechenbeispiele" oder die Überbevölkerung als Allgemeinschauplatz stört ist einfach zu erklären:
Tönnies hat mitnichten "generell" gesprochen, sondern sich explizit DIE Afrikaner rausgepickt und zusammen mit dem flapsigen Schnacksel-Klischee noch eine "Handlungsanweisung" der Marke Kraftwerke-müssten-helfen zum Besten gegeben.
DAS alleine hat die massive Kritik hinsichtlich Rassismus und Diskriminierung ausgelöst...
Jetzt plötzlich mit dem Argument "man wird doch wohl noch das Thema Überbevölkerung unaufgeregt diskutieren dürfen" um die Ecke gebogen zu kommen, verzerrt etwas den Auslöser wie auch den Kern der Debatte.

Der Hinweis von Eigenkapitalist "Bevölkerungswachstum muss ÜBERALL eingedämmt werden" bringt mich schon etwas zum Stirnrunzeln.
Denn dass hier hauptsächlich Afrika (und hier einige spezielle Extremregionen) exorbitant in der Bringschuld ist ist zweifellos ein harter Fakt. Dass Afrika in den 2000er Jahren die Geburtenrate auf 4.6 reduzieren könnte, diese sich jedoch noch immer auf 3fachem Niveau der europäischen (1.6) befindet, spricht eine deutliche Sprache.

Das Dilemma jedoch ist, dass in Afrika selbst eine weitere Reduzierung der Geburtenrate runter auf Reproduktionsniveau nichts mehr ändern würde am Bevölkerungsüberschuss, da ja JETZT bereits zu viele Kinder und Jugendliche existieren, um diese Menge nachhaltig in Lohn und Brot zu bekommen...

Es ist also nicht mehr Fünf vor zwölf und dementsprechend noch Zeit für kluge oder rassistische Ratschläge (hier war übrigens Tönnies gemeint, nicht Du Epsilon)...
sondern bereits 10 NACH zwölf!

Die UN täte gut daran ein gemeinschaftliches Konzept für Länder wie Niger, Nigeria, Mali etc. anzustoßen.
Hier braut sich ein riesiger Karventsmann am Horizont zusammen...
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